Innovation ist ein zentraler Faktor für Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Mit der Umsetzung der Regionalen Innovationsstrategie Thüringen (RIS Thüringen) verfolgt der Freistaat das Ziel, Zukunftsfelder zu stärken, den Wissens- und Technologietransfer zu beschleunigen und die Innovationskraft von Unternehmen systematisch auszubauen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollen leichter Zugang zu Wissen, Infrastruktur und Partnern erhalten.
Das RIS-Monitoring begleitet diesen Prozess und macht F&E-Aktivitäten sowie innovationsunterstützende Maßnahmen im Freistaat sichtbar. Das Factsheet „Innovationsunterstützenden Aktivitäten 2022–2024“ zeigt: Thüringen hat die Rahmenbedingungen für Innovation gezielt weiterentwickelt und nachhaltig gestärkt.
Zentrale Ergebnisse im Überblick:
Rund 78 Mio. € hat der Freistaat im Rahmen der Richtlinien des Förderprogramms zur Förderung von Forschung, Technologie und Innovation (FTI-Thüringen) in den Auf- und Ausbau von Innovations- und Forschungsinfrastruktur (Innovationszentren sowie Geräteausstattung) investiert, um KMU den Zugang zu Großgeräten und Testumgebungen zu erleichtern.
83 Innovationsgutschein‑Projekte wurden landesseitig bewilligt (> 3,1 Mio. €) zur Finanzierung von Machbarkeitsstudien, Prototypen oder Schutzrechten.
11 Beratungs‑ und Transferzentren für Künstliche Intelligenz (KI) begleiten Unternehmen bei der Anwendung von KI – mit Demonstratoren, Qualifizierungsangeboten und individueller Beratung. Seit 2024 sind diese Zentren aktiv vernetzt.
Mehr als 50 Fachveranstaltungen förderten den Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft – von Leitveranstaltungen wie der InnoCON bis zu thematischen Reihen wie dem InnoLOG und InnoMEET von Innovativ Thüringen. Über 600 Akteure engagieren sich in 15 Clustern und Netzwerken. Mehrere tragen Exzellenzlabels der European Cluster Excellence Initiative (u. a. Gold für OptoNet).
Zahlreiche Unternehmensgründungen, Standorterweiterungen und Neuansiedlungen unterstreichen die Attraktivität des Standorts, u.a. wurden 11 Start-ups gegründet, die ihren Sitz in Thüringen haben.
Die Förderung von Fachkräften und Internationalisierung wurde gezielt ausgebaut. Insgesamt 109 KMU wurden mit rd. 5,5 Millionen € für innovatives Personal unterstützt.Mehr als 280 Akteure nutzten die Außenwirtschaftsförderung, um neue Märkte zu erschließen – unterstützt durch Messeauftritte und Delegationsreisen.
Fazit
In den Jahren 2022 bis 2024 wurden die Rahmenbedingungen für Innovation – Infrastruktur, Transfer, Netzwerke, Fachkräfte und Internationalisierung – weiter ausgebaut und enger verzahnt. Dadurch erhalten Unternehmen die Möglichkeit, Innovationsvorhaben bereits von der ersten Idee an systematisch zu entwickeln und schneller in die Umsetzung zu bringen.
Weitere Informationen
Die detaillierten Ergebnisse sind im Factsheet veröffentlicht:
RIS-Monitoring: Innovationsunterstützende Aktivitäten 2022-2024